Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für Frau Nyhuis

Am Feitag, den 24.Mai 2019 wurde den Zweitklässlern unserer Schule eine besondere Ehre zuteil. Sie durften der ehemaligen Bürgermeisterin der Gemeinde Lage, Frau Henni Nyhuis, zur Überreichung des Bundesverdienstkreuzes ein Ständchen bringen. Das gibt es nicht alle Tage.

Alle Kinder waren sehr aufgeregt. Aber es hat alles gut geklappt, Fau Nyhuis hat sich sehr gefreut, es gab einen großen Applaus und ein kleines Dankeschön.

 

 

Verdienstkreuz für unermüdliche Macherin aus Lage

Die ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde Lage Henni Nyhuis ist mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Friedrich Kethorn nannte sie in seiner Laudatio „eine unermüdliche Macherin“.

Eine besondere Überraschung gab es für Henni Nyhuis von der Grundschule Lage: Schülerinnen und Schüler der Klasse 2 gratulierten mit einem Lied zur Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz und einem Gedicht, das die Verdienste von Henni Nyhuis gebührend herausstellte. Fotos: Günter Plawer

Von Günter Plawer

Lage „Mit Henni Nyhuis haben wir eine würdige Vertreterin für diese besondere Auszeichnung gefunden“, stellt Landrat Friedrich bei der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande an Henni Nyhuis fest. Die heute 65-jährige Nyhuis war über 25 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. Von 1991 an war sie zunächst erste stellvertretende Bürgermeisterin, von 1996 an Bürgermeisterin der Gemeinde Lage.

„Bis 2011 hat sie dieses Amt mit einem hohen Maß an politischer und persönlicher Verantwortung wahrgenommen“, erklärt Kethorn. Sie blieb noch weitere 4 Jahre zweite stellvertretende Bürgermeisterin und wurde dann zur Ehrenbürgermeisterin ernannt. Mit ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin in Lage ist besonders die Dorferneuerung verbunden, die dem Ort ein neues Gesicht gab. Die Dorfstraße wurde erneuert, der Dorfteich wurde zu einer naturnahen Anlage und die Wassermühle und die Burgruine wurden zum Anziehungspunkt für Touristen und Besucher. „Mit Fach- und Sachwissen und starker Persönlichkeit hat sie sich auch in schwierigen und strittigen Themen für sachgerechte und einvernehmliche Lösungen eingesetzt“, stellte der Landrat fest.

Für den ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Will ist es die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit von Henni Nyhuis, die die Auszeichnung verdient. Dabei käme es nicht auf die Größe der jeweiligen Kommune an, sondern auf die Kontinuität, die ein wichtiger Baustein beim Zusammenhalt, Dorfgemeinschaft und Nachbarschaft zählt, erklärt Will. Besonders in Erinnerung sind ihm ein Besuch in der Lager Schule, als dort das Wasser im Keller stand und einige Fenster der Klassenräume blind waren, sowie das Thema Wasserwirtschaft in der Dinkel-Aue. „Die Verleihung heute ist eine Anerkennung und ein Dankeschön für deine Arbeit“, sagt Will und fügt hinzu: „Du hast dich um die Menschen in der Gemeinde und der Samtgemeinde verdient gemacht.“

Samtgemeindebürgermeister Günter Oldekamp weist auf die Courage von Henni Nyhuis hin, sich 25 Jahre in der Kommunalpolitik zu engagieren, denn Anfang der neunziger Jahre war es auch für ein Frau ein Wagnis, sich in einer Männerdomäne zu behaupten. „Du hast den Mut gehabt und dich zur Wahl gestellt und als Bürgermeisterin warst du stets eine selbstbewusste, zuverlässige und hilfsbereite Ansprechpartnerin und hast dich für die Gleichberechtigung eingesetzt.“

„Für alle hast du dich in deiner Rats- und Bürgermeisterzeit stark gemacht“, stellt Jan Heinz Vos fest, der im Namen der Vereine in Lage gratuliert. „Jeder hat mal bei dir angehalten oder ist in deine Sprechstunde gekommen und du hast dich immer eingesetzt und deswegen: Bedankt Henni för alles, wat du för uns dan hes.“

Eine besondere Überraschung gab es für Henni Nyhuis von der Grundschule Lage. Schulleiterin Elke Staelberg und die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2 gratulierten mit einem Lied und einem Gedicht, das die Verdienste von Henni Nyhuis gebührend herausstellt.

Beeindruckt von den Glückwünschen bedankt sich Henni Nyhuis in ihrem Schlusswort bei den Gästen. Eigentlich habe sie ja die Kommunalpolitik vor 4 Jahren abgeschlossen und jetzt käme auf einmal die Erinnerung an 25 Jahre im Rat der Gemeinde. „Es hat Spaß gemacht – naja – fast immer!“, sagt sie und blickt auf die vielen Projekte wie die Dorferneuerung, zurück, an denen sie beteiligt war.

„Ich habe in den 25 Jahren im Gemeinderat so ziemlich alles erlebt, was in einem kleinen Ort wie Lage passieren kann“, stellt sie fest und erinnert sich auch an Maßnahmen, auf sie lieber verzichtet hätte. Als es um die Sperrung der Dorfstraße ging, hätte sie den Telefonhörer schon mal einen halben Meter vom Ohr halten müssen. „Ohne den Rückhalt im Gemeinderat hätte ich das nicht durchstehen können“, sagt sie im Rückblick und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Ich habe auch in meinem Mann immer eine große Hilfe gehabt. Dabei habe ich gelernt, dass gelernte Verwaltungsbeamte häufig eine andere Sichtweise haben als gewählte Politiker.“ Alles in allem sei sie mit der Zeit aber hochzufrieden, meint sie abschließend.

4.05.2019, 17:40 Uhr

Artikel und Foto entnommen: GN, 25. Mai 2019

 

 

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